Lüftung unter die Lupe genommen oder... ein Beitrag zum Gebäudeschutz. Auch Feuchteschäden an Bauwerken sind oft nicht nur auf  Baumängel, sondern häufig auf mangelnde Lüftung zurückzu-  führen. Schimmelpilz ist dabei der Übeltäter Nummer Eins. Die  Folge: aufwendige und teure Sanierungsmaßnahmen.  Schimmelpilze mögen feuchte Wände. Angenehm für den Menschen ist das Raumklima bei einer  relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %. Die relative Luft-  feuchtigkeit ab 65 % ist der richtige Nährboden für Schimmelpilz,  der die Bausubstanz ernsthaft gefährdet. In einem Vier-  Personen-Haushalt können pro Tag leicht 10 bis 15 kg Wasser-  dampf entstehen, der sich in der Raumluft anreichert und bei fehlendem Abtransport an  kühlen Außenflächen kondensiert. Gift für die Gesundheit. Schimmelsporen gehören zu den Hauptursachen für Umwelterkrankungen, die in Wohn-  räumen entstehen. Permanente Frischluftzufuhr und kontinuierlicher Luftaustausch  regulieren den Feuchtegehalt der Luft und verhindern Schimmelbefall. Bei richtiger Wartung  der Geräte und Systeme sowie konsequentem Filteraustausch wird zusätzlich die  Verbreitung von Sporen und Bakterien verringert.  oder... man bleibt unter sich. Milben gehören zu den häufigsten Allergieauslösern im Innen-  raum. Rund 80 % des kindlichen Asthmas sollen darauf zurück-  zuführen sein. Es ist deshalb wichtig, deren Vermehrung zu  verhindern oder wenigstens einzudämmen.  Optimale Lebensbedingungen. Für ihre Vermehrung bedürfen die Hausstaubmilben bestimmter  ökologischer Voraussetzungen. Neben der Nahrung wie mensch-  lichen Hautschuppen und Schimmelpilz sind Feuchtigkeit und  Temperatur die wichtigsten Faktoren. Besonders wohl fühlen sich  die Tierchen bei einer relativen Luftfeuchtigkeit ab 60% und einer  Temperatur von 25 'C. Der bevorzugte Lebensraum sind Matratzen und Polster.  Machen Sie keinen Wirbel. Für den Menschen sind nicht die Milben selbst, sondern deren Ausscheidungen gesund-  heitlich relevant. Diese vermischen sich mit dem Hausstaub, werden zum Beispiel beim  Staubsaugen regelrecht aufgewirbelt und gelangen dann über die Atemluft in den Körper.  Eine der sinnvollsten Präventivmaßnahmen ist neben dem Gebrauch allergendichter  Matratzenhüllen die ausreichende, dauernde Lüftung der Räume, die es den Mikro-  organismen ungemütlich macht, ihnen den Lebensraum entzieht und Ihnen den erholsamen  Schlaf erlaubt. oder... Flugverbot in den 4 Wänden. Heuschnupfen-Geplagte können ein Lied davon singen: die  Auswirkungen der Pollenallergie lassen sich nicht dadurch  vermeiden, dass Allergiker in Ihren vier Wänden bleiben. Pollen  gelangen überall hin.  Alle Jahre wieder. Aufatmen können die Betroffenen eigentlich nur in der kalten  Jahreszeit, wenn draußen nichts blüht und gedeiht. je nach  Ausprägung der Allergie beginnen die Symptome wie Schleim-  hautreizungen, geschwollene Augen, Nies- und Hustenreiz  schon mit dem ersten Grün, bleiben dem Geplagten bis zum  Herbst erhalten oder sind auf bestimmte Blütenvorkommen begrenzt.  jeder Dritte ist Allergiker, Dass heute jeder Dritte bereits Allergiker ist - ob gegen Pollen oder andere Stoffe, zeigt eine erschreckende Tendenz. Es ist zu erwarten, dass ihr Anteil mit der Belastung der Umwelt  weiterhin steigt. Präventivmaßnahmen wie Impfungen, mit denen die manchmal lebens-  bedrohlichen Symptome einzudämmen oder zu lindern sind, greifen nicht immer. Geeignete  Lüftungs-Systeme können zwar den Pollenflug nicht ganz verhindern, aber je nach Filter  wird er immerhin bis zu 95 % reduziert. Allergiker wissen das zu schätzen. oder... endlich frei durchatmen. Eine Untersuchung des Bundesgesundheitsamtes 1989 ergab,  dass sich rund 6 % aller Bundesbürger (West) durch Ausdünst-  ungen aus Möbeln und Baumaterialien belästigt und in ihrer  Gesundheit beeinträchtigt fühlen.  Geruchsempfindlich oder abgehärtet. Während man Kochdunst und Tabakrauch leicht wahrnimmt, den  Geruch einiger Baumaterialien und Möbel als unangenehm  empfindet, ist das Tückische vieler Stoffe die Tatsache, dass man sie nicht riecht. Hinzu kommt, dass, je länger man in einem  Raum verweilt, die Nase scheinbar unempfindlich wird. Durch die  entsprechende Planung der Lüftungsanlagen mit Zuweisung von Zu- und Abluftbereichen  wird Geruchsbelastung dort bekämpft, wo sie entsteht; in der Küche zum Beispiel. Heimtückische Stoffe, Grundsätzlich werden durch neue Baustoffe, Wand- und Deckenmaterialien, Fußboden-  beläge, Haushaltsprodukte und Textilien zahlreiche chemische Substanzen in den  Innenraum getragen, deren Auswirkungen auf den Menschen nicht ausreichend geprüft  worden sind. Trotzdem lässt sich die Belastung reduzieren, indem man die als belastend  bekannten Stoffe meidet und ein geeignetes Lüftungs-System nutzt, dass für den  notwendigen Austausch sorgt. oder... der Verkehr bleibt auf der Straße. Vier Faktoren sind für gesundheitliche Gefährdungen verant-  wortlich: die toxische Belastung durch chemische Stoffe, die  mikrobielle Besiedlung, die allergene Belastung und die  Beeinträchtigungen durch Gerüche, Feuchtigkeit und Lärm, der  in der Regel von draußen kommt.  Die Last mit dem Lärm. je dichter die Infrastruktur, desto stärker ist die Belastung durch  Lärm wie Verkehrs- und Baustellenlärm. Besonders an viel  befahrenen Kreuzungen ist der Krach Tag und Nacht mehr als  unangenehm. Unerträglich wird es, wenn der Schlafraum  ständiger Lärmbelastung ausgesetzt ist. Lärm kann krank machen. Es gibt unzählige Untersuchungen, die eindeutig nachweisen, dass Lärm krank machen  kann. An den Lebensbedingungen selbst ändern sie allerdings nichts. Wer sehr nervös ist,  Schlafprobleme hat oder morgens kaum in die Gänge kommt, ist möglicherweise ein  "Opfer" dieser Umstände. Dank durchdachter Lüftungs-Systeme, deren Betrieb selbst nicht  hörbar störend ist, können selbst eingefleischte Frischluftfanatiker auf das offene Fenster  während der Nacht problemlos verzichten. Lärm bleibt vor der Tür -Tag und Nacht.  oder... effektive Wirtschaftlichkeit. Bis zu 82% des Energiebedarfs eines Haushalts entfallen heute  auf Raumheizung. Künftig wird der Wohnungsbau durch die  neue Energieeinsparverordnung EnEV 2002 bestimmt, die den  Energiebedarf um weitere 25 bis 30% reduzieren soll.  Aufatmen und sparen. Während verbesserte Wärmedämmung bei Wänden, Fenstern  und Türen den Energieverbrauch reduziert, wird bei der  klassischen Fensterlüftung "aus dem Vollen geschöpft". Bis zu  50% unserer Heizenergie werden bei modernen Gebäuden zum  Fenster hinausgelüftet. Das führt jedes Energiesparkonzept ad  absurdum. Fest steht, dass die optimierte Wärmedämmung mit geeigneten Lüftungs-  konzepten einhergehen muss, um effektive Einsparungen zu erreichen, auch im Interesse  der Gesundheit und für den Gebäudeschutz.   Am besten geht's mit Wärmerückgewinnung. Den wirksamsten Energiespareffekt erreicht man mit Geräten und Systemen, die mit  Wärmerückgewinnung arbeiten. Sie können lüften, heizen oder unterstützen die  Warmwasserbereitung im Haus. Eine Investition, die sich für den Bauherrn in kürzester Zeit  amortisieren kann. Der Einbau ist auch bei Sanierungsobjekten oft einfach zu realisieren.  Wichtig ist die Berücksichtigung der Rohrnetzführung in der frühen Planungsphase und die  Auswahl des passenden Systems. oder... wie Sie Zuhause für gesunde Raumluft sorgen. Mit jeder Maßnahme zur Wärmedämmung ist eine Reduktion  oder die Verhinderung des natürlichen Luftaustauschs untrennbar  verbunden. Ein Problem, das mit geeigneten Lüftungskonzepten  kompensiert werden kann. Natürlich kann beim Einsatz von  Lüftungs-Systemen auch weiterhin mit dem Fenster gelüftet  werden. Im Sommer wird dieses der Allergiker jedoch nicht tun  und während der Heizperiode verzichtet der "Sparfuchs" darauf.  Nachgewiesen und empfohlen. Zahlreiche Institutionen aus dem Gesundheitsbereich empfehlen deshalb für die moderne  Bauweise und für Sanierungsobjekte Geräte und Systeme zur kontrollierten Wohnraum-  lüftung, weil sich nur damit Energiesparkonzepte mit dem Frischluftbedarf des Menschen  sinnvoll verbinden lassen.  Auf die Gesundheit. Saubere und gesunde Luft finden wir allenfalls an einem Bergsee oder am Meer. Innen- wie  Außenluft ist durch C02 erheblich belastet, von den weltweit rund 1.000 000 chemischen  Produkten sind gerade mal 5.000 toxikologisch untersucht. Wenn man gesundheitliche  Beeinträchtigungen sowie Bauschäden vermeiden und gleichzeitig Energie sparen will,  muss man bei der Luftqualität im Raum technisch nachhelfen. oder... kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Besonders Niedrigenergiehäuser werden mit einer dichten  Gebäudehülle versehen, um Wärmeverluste zu vermeiden. Abge-  dichtete Fenster, Türen, Decken und Wände sparen Heizenergie  und sorgen für den notwendigen Lärmschutz. Ein Vorteil mit  Nachteilen: die Gebäude sind nahezu luftdicht. Unser täglicher Frischluftbedarf. Rund 90% des Tages verbringt der Mensch in Innenräumen. Dabei  verbraucht er Sauerstoff und gibt Kohlendioxid ab. Pro Stunde  entstehen so 10 bis 75 Liter C02 und 40 bis 175 Gramm Wasser-  dampf. Die empfohlene Luftwechselrate beträgt deshalb 0,5 x Raumvolumen/Stunde.  Zwischen sinnvollem Wärmeschutz und dem Frischluftbedarf des Einzelnen besteht ein  "Interessenkonflikt", den es zu bewältigen gilt. Wenig Alternativen. Energiesparendes Bauen ohne ein geeignetes Lüftungskonzept birgt gesundheitliche  Risiken. Auch bauphysikalische Nachteile sind zu erwarten, wenn der Luftaustausch fehlt.  Wer Wärmeschutz mit kontinuierlicher Frischluftzufuhr verbinden will, findet in Systemen für  die kontrollierte Wohnraumlüftung eine vernünftige Lösung, die auch bei Sanierungsobjekten  angebracht ist. Wir möchten Ihnen gerne aufzeigen, warum. oder... immer eine frische Brise. Einfach frische Luft Die Belastung der Raumluft mit unterschiedlichen Stoffen kann  einen weitaus höheren Faktor erreichen als die der Außenluft.  Dafür sorgen neben dem Menschen selbst zahlreiche chemische  Stoffe, Ausdünstungen aus Möbeln und Baumaterial, Hausstaub,  Reinigungsmitteln und anderes mehr. Die Symptome schlechter Luft. Nachweislich verursacht mangelnde Luftqualität Ermüdungs-  erscheinungen, Leistungsabfall und Unwohlsein. Schadstoffe im  Innenraum wie Formaldehyds, Löse- und Holzschutzmittel oder  Pilzsporen, Bakterien und Milben können regelrecht krank  machen. Diffuse Kopf- und Gelenkschmerzen, geschwollene oder trockene Augen und  ständige Antriebsschwäche sind nicht selten auf schlechte Raumluft zurückzuführen. Ein Zeichen guter Lüftung. Mit einem den Anforderungen angepassten Lüftungs-System für die kontrollierte Wohn-  raumlüftung ist nicht alles erledigt, aber wird schon viel erreicht. Spürbare Zuger-  scheinungen und das damit einhergehende Aufwirbeln von Staub wird mit der richtigen  Planung, der Einstellung der Geräte und Systeme sowie einer geringen Luftgeschwindigkeit  vermieden. Gesunde Raumluft ist die Voraussetzung für Wohlbefinden.  Gesundes Wohnen...       Lüftung unter der Lupe... Mitglied im Fachverband technischer Austrocknungssysteme Fachbetrieb der Innung Schleswig-Eckernförde Mitglieds Nr.: 30119 FLIB Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V.